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Osteoporose-Prophylaxe

Mit Osteoporose bezeichnet man die (überdurchschnittlich hohe) Verminderung von Knochensubstanz, wenn mehr Knochenzellen ab- als aufgebaut werden. Knochen sind ein lebendiges, durchblutetes (Binde)Gewebe, das sich fortwährend erneuert (also auf- und abbaut), solange wir leben.

Da Östrogen bewirkt, dass Knochenzellen (etwas) langsamer abgebaut werden, wird Osteoporose in erster Linie mit den Wechseljahren der Frau in Verbindung gebracht. Fakt ist, dass Knochenabbau aufgrund hormoneller Veränderungen eine natürliche Erscheinung älter werdender Menschen ist und Knochenstabilität in erster Linie durch ausreichende Zufuhr von Mineralstoffen (vor allem Calcium und Magnesium) sowie regelmäßiger Bewegung/sportlicher Betätigung gewährleistet wird. Nicht die Knochensubstanz, sondern Muskeltonus und Gelenkfunktion sind letztendlich maßgebend für den Schutz vor Knochenbrüchen. Auch bei bereits diagnostizierter Osteoporose kann eine spezielle Osteoporose-Gymnastik effektiv zur Stabilisierung eingesetzt werden. Die bisherige Ernährungsweise (in den Jahrzehnten vor dem Knochenproblem) und das aus ihr resultierende Säure-Basen-Gleichgewicht sind von wesentlicher Bedeutung für den Zustand unserer Knochen in der zweiten Lebenshälfte. Hormone spielen nur im Ausnahmefall eine entscheidende Rolle, z.B. bei vorzeitigem Einsetzen der Menopause.

Hormonersatztherapien zur Osteoporose-Prophylaxe werden auch von ärztlicher Seite offiziell nicht empfohlen, in der Praxis werden jedoch nach wie vor primär östrogenhaltige Hormone verschrieben, um Osteoporose zu behandeln oder zu verhindern. Verschwiegen wird, dass nicht Östrogene, sondern Progesterone (die im weiblichen Zyklus nach dem Eisprung vom Gelbkörper produziert werden) viel entscheidender für die Knochensubstanz sind, da sie den Aufbau von Knochenzellen anregen. Naturidentisches Progesteron (wie es z.B. aus der Yamswurzel hergestellt wird) könnte also risikolos viel effektiver zur Osteoporosebehandlung genutzt werden. Als problematisch erweist es sich auch, wenn Frauen über Jahrzehnte die “Anti-Baby-Pille“ nehmen, die den Eisprung und somit die Produktion von Progesteron blockiert: so wird der Knochenaufbau bereits in jungen Jahren vermindert.

Im Falle einer genetischen Veranlagung, einem erhöhten Risiko beispielsweise durch ausgeprägte Schilddrüsenprobleme oder die Langzeiteinnahme bestimmter Medikamente wie Cortison können regelmäßige Knochenmessungen (CT/Computertomographie alle 2 Jahre) vorgenommen werden. Gezieltes Krafttraining, eine Ernährungsumstellung sowie die Pflanzenheilkunde können zur Prophylaxe und Behandlung genutzt werden.